Kopernikusschule Freigericht

Gymnasiale Oberstufe

Herzlich willkommen in der gymnasialen Oberstufe

Mit dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe beginnt ein neuer Abschnitt: In drei Jahren begleiten wir unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Abitur und unterstützen sie dabei, zunehmend Verantwortung für ihren eigenen Bildungsweg zu übernehmen.

An der Kopernikusschule Freigericht können die allgemeine Hochschulreife, das AbiBac – der gleichzeitige Erwerb der deutschen und französischen Hochschulreife – oder der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben werden.

Neben einer fundierten fachlichen Ausbildung legen wir besonderen Wert auf persönliche Entwicklung, Studien- und Berufsorientierung, selbstständiges Lernen und internationale Erfahrungen. Austauschprogramme, Erasmus+, Wettbewerbe und europäische Projekte bieten vielfältige Möglichkeiten, eigene Interessen und Talente einzubringen.

Unsere Oberstufe bietet Freiräume, erwartet aber zugleich Eigeninitiative, Engagement und Zuverlässigkeit. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, ihre Oberstufenzeit aktiv zu gestalten und Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen.

Einführungsphase (E-Phase)

Die Einführungsphase bildet die Brücke zwischen Mittelstufe und Qualifikationsphase. Sie gleicht unterschiedliche Lernvoraussetzungen aus, stärkt fachliche und methodische Kompetenzen und bereitet gezielt auf die Anforderungen der Qualifikationsphase und des Abiturs vor.

  • Deutsch, Mathematik und Englisch werden mit verstärkter Stundenzuweisung im Klassenverband unterrichtet.
  • Eine zusätzliche Methoden- und Tutoriumsstunde fördert selbstständiges Lernen sowie Recherche- und Präsentationskompetenzen.
  • Die übrigen Fächer werden im Kursunterricht erteilt; je nach Angebot können Neigungs- und Orientierungskurse gewählt werden.
  • Im zweiten Halbjahr erfolgt die Wahl der Belegfächer und Leistungskurse für die Qualifikationsphase. Fachlehrkräfte und Beratungsangebote unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei dieser wichtigen Entscheidung.

Damit Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen erfolgreich in die Qualifikationsphase starten können, bietet die E-Phase unter anderem:

  • Förderkurse in Deutsch, Mathematik und Englisch,
  • Lernstandserhebungen und Beratungskonferenzen,
  • Selbstlernmaterialien und Fachliteratur in der Oberstufenbibliothek,
  • individuelle Beratung zur Leistungskurswahl und weiteren Schullaufbahn,
  • enge Kooperation mit Schulpsychologen mit regelmäßigen Sprechstunden an der Kopernikusschule Freigericht.
  • Angebote zur Studien- und Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit.

Qualifikationsphase (Q-Phase)

In der Qualifikationsphase wird der Unterricht vollständig in Kursen organisiert. Ziel ist es, fachliche Kenntnisse zu vertiefen und die Schülerinnen und Schüler zunehmend zu selbstständigem, wissenschaftspropädeutischem und verantwortungsbewusstem Arbeiten zu befähigen.

Jede Schülerin und jeder Schüler wählt zwei Leistungskurse. Diese werden mit fünf Wochenstunden auf erhöhtem Anforderungsniveau unterrichtet; die Leistungen in den Leistungskursen werden bei der Berechnung der Abiturnote doppelt gewichtet.

Die Kopernikusschule bietet ein breites Spektrum an Leistungskursen. Je nach Anwahl können unter anderem Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Musik, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik, Geschichte, Politik und Wirtschaft, Ethik und Sport als Leistungskurse angeboten werden.

Die Wahl der Leistungskurse wird frühzeitig vorbereitet. Projekttage zur Leistungskursorientierung, Orientierungskurse in der E-Phase und individuelle Beratung durch die Fachlehrkräfte unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei der Wahl ihrer persönlichen Schwerpunkte.

Für die Wahl gelten die jeweiligen fachlichen Voraussetzungen. Mindestens ein Leistungskurs muss aus einer fortgeführten Fremdsprache, Mathematik oder einer Naturwissenschaft gewählt werden; das Fach muss bereits in der gesamten E-Phase belegt worden sein.

Begabungen entdecken – Potenziale entfalten

Die Kopernikusschule Freigericht möchte Schülerinnen und Schüler mit besonderen Interessen und Begabungen gezielt fördern und ihnen Möglichkeiten bieten, über den regulären Unterricht hinaus eigene Fähigkeiten zu entwickeln. Dabei verbinden wir individuelle Förderung mit anspruchsvollen Wettbewerben, außerschulischen Lernangeboten und der Öffnung unserer Schule zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

In der gymnasialen Oberstufe gehören dazu unter anderem:

  • die Teilnahme an Jugend debattiert sowie an fachbezogenen Wettbewerben,
  • die Mathematik-, Physik- und Chemieolympiaden sowie weitere naturwissenschaftliche Wettbewerbe,
  • die erfolgreiche Teilnahme am Tag der Mathematik, bei dem unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig herausragende Ergebnisse erzielen,
  • die Förderung mathematisch-naturwissenschaftlicher Interessen durch Angebote wie das Forscherlabor Darmstadt,
  • die gezielte Beratung und Vermittlung weiterer Fördermöglichkeiten, beispielsweise der Deutschen SchülerAkademie.

Besonders wichtig ist uns die Öffnung der Schule für Kooperationen mit Hochschulen und außerschulischen Partnern. Wir möchten Schülerinnen und Schülern ermöglichen, bereits während ihrer Schulzeit Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten zu gewinnen, beispielsweise durch den Besuch von Vorlesungen oder universitären Veranstaltungen. Darüber hinaus sollen besonders leistungsstarke und interessierte Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Drehtürmodells die Möglichkeit erhalten, einzelne Kurse höherer Jahrgangsstufen zu besuchen.

So schaffen wir Lernräume für Schülerinnen und Schüler, die mehr wissen, tiefer einsteigen oder eigene Fragestellungen verfolgen möchten – und unterstützen sie dabei, ihre individuellen Potenziale zu entfalten und Verantwortung für den eigenen Lernweg zu übernehmen.

Unsere Schwerpunkte

Sprachen öffnen Türen zu anderen Kulturen, neuen Perspektiven und internationalen Bildungs- und Berufsmöglichkeiten.

Als Europaschule legt die Kopernikusschule besonderen Wert auf eine vielfältige und praxisnahe Sprachausbildung. In der gymnasialen Oberstufe stehen Englisch, Französisch, Spanisch, Latein und Italienisch als fortgeführte Fremdsprachen zur Verfügung. Je nach Angebot können weitere Fremdsprachen neu begonnen werden.

Fachwissen in einer Fremdsprache

Im bilingualen Unterricht werden Fachinhalte zunehmend in Englisch oder Französisch erarbeitet. An der Kopernikusschule können insbesondere Geschichte, Geographie sowie Politik und Wirtschaft bilingual belegt werden.

Dabei geht es um mehr als zusätzliche Sprachpraxis: Die Schülerinnen und Schüler lernen, fachliche Zusammenhänge in einer anderen Sprache zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und sicher in internationalen Kontexten zu kommunizieren. So werden zugleich interkulturelle Kompetenz, selbstständiges Lernen und fachliches Denken gefördert.

AbiBac

Seit vielen Jahren besteht an der Kopernikusschule die Möglichkeit, mit dem AbiBac neben dem deutschen Abitur auch die französische Hochschulreife zu erwerben. Voraussetzung sind unter anderem der Französisch-Leistungskurs und bilingualer Unterricht in französischer Sprache.

Das AbiBac eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für ein Studium und eine berufliche Tätigkeit in Deutschland und Frankreich.

Die Kopernikusschule ist CertiLingua-Schule. Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe können das CertiLingua-Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen erwerben.

Voraussetzung ist unter anderem, in zwei modernen Fremdsprachen mindestens das Sprachniveau B2 zu erreichen. An der Kopernikusschule stehen hierfür Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch zur Verfügung.

Zum CertiLingua-Profil gehören außerdem bilingualer Fachunterricht sowie internationale Erfahrungen, beispielsweise durch Austauschprogramme, internationale Begegnungsprojekte oder ein Betriebspraktikum im europäischen Ausland. Die Erfahrungen werden in einer fremdsprachigen Dokumentation und Reflexion festgehalten.

CertiLingua macht besondere sprachliche, interkulturelle und europäische Kompetenzen sichtbar und erweitert damit das persönliche Profil für Studium und Beruf.

Mit der Individualisierten Lernzeit (ILZ) schaffen wir in der Qualifikationsphase zusätzliche Freiräume für selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen.

Die ILZ findet in Q1 und Q2 dienstags bis donnerstags in der 8. und 9. Stunde statt. In der Pilotphase bearbeiten die Schülerinnen und Schüler fachübergreifende und fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen weitgehend selbstständig und organisieren ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich.

Als Lernorte stehen neben den Kursräumen unter anderem die Oberstufenbibliothek, die Lernlandschaft und geeignete Fachräume zur Verfügung. Fachlehrkräfte begleiten den Lernprozess, beraten und geben gezielte Rückmeldungen.

Die ILZ wird gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften evaluiert und auf Grundlage der Erfahrungen weiterentwickelt.

Eine systematische Methoden- und Kompetenzentwicklung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Oberstufe. Die Schülerinnen und Schüler werden schrittweise an selbstständiges, strukturiertes und wissenschaftspropädeutisches Arbeiten herangeführt.

In der E-Phase vermitteln Methodentage und Methodenstunden grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Recherche, Quellenarbeit, Zeitmanagement, Präsentation und Rhetorik.

In der Projektwoche der Q1 wenden die Schülerinnen und Schüler diese Kompetenzen fächerübergreifend an. Sie bearbeiten ein europäisches bzw. gesellschaftlich relevantes Thema, entwickeln eigene Projekte und präsentieren ihre Ergebnisse.

Ein besonderer Baustein ist die Teilnahme an „Jugend debattiert“. Dabei werden Argumentationsfähigkeit, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsführung und Urteilskompetenz sowie ein fairer und respektvoller Diskurs gefördert.

Als Europaschule bietet die Kopernikusschule vielfältige Möglichkeiten, Europa nicht nur im Unterricht kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben und mitzugestalten.

Im europäischen Bildungsprojekt „Let’s Promote Europe“ setzen sich Schülerinnen und Schüler über mehrere Monate mit aktuellen europäischen Fragestellungen auseinander und arbeiten mit Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern zusammen.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Simulation der Arbeit des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates in Straßburg. In internationalen Projektgruppen übernehmen die Jugendlichen politische Rollen, entwickeln Gesetzesvorschläge und Änderungsanträge, diskutieren diese nach parlamentarischen Regeln und stimmen darüber ab.

Themen reichen von nachhaltigem Wirtschaften und europäischen Zukunftsfragen bis hin zur europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Das Projekt verbindet politische Bildung, Fremdsprachen, Teamarbeit und interkulturelle Begegnung. Die Schülerinnen und Schüler erleben Europa als politischen und gesellschaftlichen Gestaltungsraum.

Berufs- und Studienorientierung

Die Kopernikusschule unterstützt ihre Schülerinnen und Schüler dabei, eigene Interessen und Stärken zu entdecken und fundierte Entscheidungen für Studium, Ausbildung und weitere Bildungswege zu treffen.

Als zertifizierte OLOV-Schule bieten wir ein umfassendes Programm zur Berufs- und Studienorientierung über die gesamte gymnasiale Oberstufe.

Bereits in der E-Phase erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in berufliche Möglichkeiten und Angebote zur Berufswahl. Dazu gehören unter anderem Berufswahl-Eignungstest, Bewerbungstrainings und ein Berufsinformationsabend. Ergänzend bietet die Schule in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit verschiedene Angebote zur Studien- und Berufsorientierung sowie individuelle Beratungstermine an.

In der Qualifikationsphase wird die Orientierung durch Informationen zu Hochschulen, dualen Studiengängen und Ausbildungsmöglichkeiten sowie durch einen Hochschulinformationstag vertieft. Kooperationen mit Hochschulen und außerschulischen Partnern ermöglichen direkte Einblicke in die Studien- und Berufswelt.

Beim Zukunftstag berichten ehemalige Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen und persönlichen Wege nach der Schule.

Ein Betriebspraktikum in der Sekundarstufe II ermöglicht es, berufliche Arbeitsfelder unmittelbar kennenzulernen. Auch Praktika und internationale Begegnungen im In- und Ausland können wertvolle Erfahrungen für die persönliche und berufliche Orientierung vermitteln.

Ergänzend greifen Veranstaltungen zur finanziellen Bildung wichtige Fragen rund um den Start ins Berufs- und Studienleben auf.

Unser Ziel: Berufs- und Studienorientierung verstehen wir nicht als einzelne Veranstaltung, sondern als kontinuierlichen Prozess, der Beratung, Information, praktische Erfahrungen und persönliche Begegnungen miteinander verbindet.

Informationen zu Stipendien

Ein Studium oder eine Berufsausbildung wirft häufig auch finanzielle Fragen auf. Stipendien können eine wichtige Unterstützung bieten und müssen – anders als BAföG – in der Regel nicht zurückgezahlt werden.

Stipendien richten sich nicht ausschließlich an besonders leistungsstarke Studierende. Die Auswahlkriterien unterscheiden sich je nach Stiftung und Förderprogramm. Angebote gibt es beispielsweise von politischen Stiftungen, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen und weiteren Organisationen.

Gefördert werden unter anderem bestimmte Studienfächer, Hochschulen, Auslandsaufenthalte oder besondere Zielgruppen. Es lohnt sich daher, sich frühzeitig über passende Angebote und deren Voraussetzungen zu informieren.