Kopernikusschule Freigericht

Wasserversorgung

Praxisnaher Geographieunterricht an der Kopernikusschule Freigericht: Wasserversorgung im Kinzigtal im Fokus

23. Februar 2026

Einen besonders anschaulichen und praxisnahen Geographieunterricht erlebten die Kurse der Jahrgangsstufe 12 an der Kopernikusschule Freigericht. Auf Initiative der Geographielehrerin Anke Eitz konnten mit Dr. Holger Scheffler (Geschäftsführer des Wasserverbands Kinzig) bzw. stellvertretend Jan-Luca Woratschek sowie Prof. Dr. Herbert Woratschek (emeritierter Lehrstuhlinhaber für Marketing und Dienstleistungsmanagement der Universität Bayreuth) kompetente und engagierte Experten für jeweils zwei 90-minütige Unterrichtseinheiten gewonnen werden. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern arbeiteten sie intensiv an aktuellen, gesellschaftlich relevanten Fragestellungen der regionalen Wasserversorgung.

Im Rahmen der Öffnung von Unterricht nach außen setzten sich die Lernenden kritisch mit der Trinkwasserversorgung der Stadt Frankfurt auseinander. Dabei standen insbesondere die Wassergewinnung aus dem Vogelsberg und dem Kinzigtal sowie die sachliche Einordnung verbreiteter Fehlinformationen zu diesem Thema im Fokus. Die Experten brachten ihr Fachwissen ein, erklärten anspruchsvolle Zusammenhänge für die Lernenden verständlich, ordneten öffentliche Debatten ein und diskutierten diese gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern.

Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Kinzigtalsperre, die als anschauliches Beispiel für moderne Wasserinfrastruktur diente. An ihr wurden die zentralen Funktionen eines solchen Bauwerks erläutert: Hochwasserschutz, Stromgewinnung sowie die sichere Trinkwassergewinnung. In diesem Zusammenhang rückte auch ein zukunftsweisendes Projekt in den Fokus – der geplante Aufbau einer Trinkwassergewinnungsanlage an der Kinzigtalsperre. Die Schülerinnen und Schüler identifizierten Nutzungskonflikte, versetzten sich in die unterschiedlichen Interessensgruppen hinein und setzten sich mit den Herausforderungen zukünftiger Wasserbewirtschaftung auseinander. Dabei ging es unter anderem um die Sicherstellung der Wasserversorgung im Ballungsraum Frankfurt, ohne das ländliche Umland zusätzlich zu belasten – insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels –, und einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Ohne weiter in die Tiefe gehen zu können wurde aber bereits an diesem Beispiel deutlich, wie vielfältige Anforderungen in einem zentralen Infrastrukturprojekt zusammenlaufen.

Christian Leinweber, der Schulleiter der Kopernikusschule Freigericht, unterstrich die große Bedeutung solcher Unterrichtsformate. In dieser Einschätzung waren sich auch die beteiligten Experten einig. Übereinstimmend betonten sie den hohen Mehrwert der engen Zusammenarbeit zwischen Schule und außerschulischen Lernorten sowie Fachinstitutionen. Die Öffnung der Schule nach außen und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Fachleuten bereicherten den Unterricht in besonderer Weise und ermöglichten den Schülerinnen und Schülern einen realitätsnahen, motivierenden und nachhaltigen Zugang zu komplexen geographischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.

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